Leistungen nach HOAI

Entgegen einer weitverbreiteten Auffassung errechnet sich das Architektenhonorar weder unmittelbar prozentual aus dem Wert der Bausumme noch ist es frei verhandelbar, sondern ergibt sich aus der ge- setzlich vorgeschriebenen Honorarordnung für Architekten- und Ingenieure – HOAI. Die HOAI ist auch anzuwenden, wenn sie nicht ausdrücklich vereinbart worden ist. Sie gilt immer dann, wenn von Planungsbüros in Deutschland Architekten- und Ingenieurleistungen erbracht werden, für die die Ver- gütung im verbindlichen Teil dieser Honorarordnung geregelt ist.

Das Honorar nach der HOAI richtet sich nach folgenden Bemessungskriterien:

  • Umfang der erbrachten Leistungen
  • anrechenbare Kosten des Objekts
  • Honorarzone, in die das Objekt einzuordnen ist
  • vereinbartem Honorarsatz, als Festlegung zwischen Mindest- und Höchstsatz
  • der den Leistungen zugeordneten Honorartafel
  • bei Leistungen im Bestand vereinbarte Zuschläge für die erhöhte Schwierigkeit

Sind diese Bemessungskriterien festgelegt bzw. bekannt, kann das richtige Honorar festgestellt werden. Alle Architektinnen und Architekten arbeiten somit auf derselben Honorarbasis. Sie bieten ihre Leist- ungen also nicht im Preis- sondern einzig und allein im Qualitätswettbewerb an.
Quelle: Merkblatt 52 der AKBW 09.2009

Liegen die ermittelten anrechenbaren Kosten unterhalb der Tafelwerte der HOAI, also bei Gebäuden, raumbildenden Ausbau, sowie Umbau- und Sanierungsmaßnahmen unter 25.565,- € sind die Honorare frei vereinbar. Leistungen nach Pauschalen